Individuelle Begleitung in einer besonderen Zeit

Schwangerschaftsbetreuung

Wir begleiten dich durch jede Phase deiner Schwangerschaft – medizinisch kompetent, einfühlsam und mit persönlicher Aufmerksamkeit.

Sicherheit und Vertrauen von Anfang an

Unsere Betreuung umfasst alle Vorsorgeuntersuchungen gemäß den Mutterschaftsrichtlinien. Dazu gehören Ultraschallkontrollen, Blutuntersuchungen und die Überwachung des Schwangerschaftsverlaufs.
Wir beraten dich zu Ernährung, Bewegung und Geburtsvorbereitung und stehen bei Beschwerden oder Unsicherheiten zur Seite.

Dank unserer fachgebundenen genetischen Beratung können familiäre Risiken individuell besprochen und eingeordnet werden.

Die Schwangerschaftsvorsorge nach den Mutterschaftsrichtlinien bei gesetzlich Versicherten

Während der Schwangerschaft werden folgende Leistungen übernommen:

Regelmäßige frauenärztliche Vorsorgeuntersuchungen mit Kontrolle von Blutdruck, Gewicht, Urin und Laborwerten
• Drei Ultraschalluntersuchungen
– zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche
– zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche
– zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche

• Laboruntersuchungen
– Blutgruppenbestimmung
– HIV-Test
– Antikörpersuchtest
– Ausschluss von Hepatitis B
– Rötelntiter
– Schilddrüsenwerte TSH und fT3/fT4
– Syphilis-Test
– Chlamydien-Screening
– Screening auf Schwangerschaftsdiabetes mit 50 g oGTT

Ergänzende Angebote in der Schwangerschaft
Je nach Situation können zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein:

• Erweiterte Ultraschalluntersuchungen zur Wachstums- und Entwicklungskontrolle
• mit der Doppler-Sonografie lässt sich die Durchblutung der kindlichen Gefäße, der Nabelschnur und der mütterlichen Gebärmuttergefäße messen. Damit können Risikofaktoren für Wachstumsstörungen des Kindes und schwangerschaftsbedingte Erkrankungen erkannt werden.

• Erweiterte Infektionsdiagnostik, z.B. Cytomegalie, Toxoplasmose, Parvovirus, Ringelröteln
• Blutzucker-Belastungstest mit 75 g oGTT
• Abstrich auf ß-Streptokokken am Ende der Schwangerschaft

Eine gezielte Impfberatung während der Schwangerschaft trägt wesentlich zum Schutz von Mutter und Kind bei. Bestimmte Impfungen können das Risiko schwerer Infektionen reduzieren und dem Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten einen sogenannten Nestschutz vermitteln.

Im Rahmen der Impfberatung überprüfen wir Ihren Impfstatus und beraten Sie individuell zu empfohlenen Impfungen während der Schwangerschaft, insbesondere gegen:

  • Influenza (Grippe)

  • Pertussis (Keuchhusten)Diese Impfungen gelten nach aktuellen medizinischen Leitlinien als sicher und wirksam und werden ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

Darüber hinaus informieren wir Sie über notwendige Impfungen vor einer geplanten Schwangerschaft sowie über sinnvolle Schutzimpfungen für enge Kontaktpersonen.

Das Präeklampsie-Screening dient der frühzeitigen Einschätzung des Risikos für eine sogenannte Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie). Da typische Symptome wie Bluthochdruck und Eiweiß im Urin meist erst nach der 20. Schwangerschaftswoche auftreten, ermöglicht ein frühes Screening rechtzeitige vorbeugende Maßnahmen.

Durchführung und Zeitpunkt

Das Screening wird idealerweise zwischen der 11+0 und 13+6 Schwangerschaftswoche durchgeführt und ist häufig Teil des Ersttrimester-Screenings.

Es umfasst folgende Bestandteile:

  • Erhebung der Krankengeschichte und möglicher Risikofaktoren (z. B. höheres mütterliches Alter, erhöhter BMI, Vorerkrankungen)

  • Standardisierte Blutdruckmessung an beiden Armen

  • Doppler-Ultraschall der Gebärmutterarterien zur Beurteilung des Blutflusses

  • Blutuntersuchung zur Bestimmung plazentarer Marker (PAPP-A und PlGF)                                                                                                                         Aus diesen Parametern wird das individuelle Präeklampsie-Risiko berechnet.

Sie erwarten Zwillinge oder Drillinge? Wir begleiten Sie während Ihrer Mehrlingsschwangerschaft mit besonderer fachlicher Erfahrung und persönlicher Betreuung.

Mehrlingsschwangerschaften stellen besondere medizinische Anforderungen und benötigen eine engmaschige und spezialisierte Überwachung. In unserer Praxis verfügen wir über die entsprechende Qualifikation und Erfahrung, um Sie in dieser besonderen Lebensphase optimal zu unterstützen.

Ein wichtiger Bestandteil der Betreuung ist die genaue Beurteilung der Plazentasituation. Dabei wird unterschieden, ob sich die Kinder einen gemeinsamen Mutterkuchen teilen oder jeweils über eine eigene Plazenta versorgt werden.

Vor allem bei einer gemeinsamen Plazenta sind regelmäßige und frühzeitige Kontrollen entscheidend. Bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche achten wir im Rahmen des frühen Organscreenings gezielt auf mögliche Transfusionssyndrome. Diese entstehen durch einen ungleichmäßigen Blutaustausch zwischen den ungeborenen Kindern und können – je nach Ausprägung – gesundheitliche Risiken darstellen.

Durch moderne Diagnostik, kontinuierliche Verlaufskontrollen und individuelle Beratung sorgen wir dafür, dass Sie und Ihre Kinder bestmöglich betreut werden.

Die humangenetische Beratung erfolgt interdisziplinär in Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten.

Rund 3–4 % aller Kinder werden mit einer genetisch bedingten Erkrankung, Fehlbildung oder Behinderung geboren. Eine genetische Beratung ist sinnvoll, wenn in Ihrer Familie erbliche Erkrankungen bekannt sind oder Sie bereits ein betroffenes Kind haben und das Risiko für weitere Schwangerschaften einschätzen möchten.

Im persönlichen Gespräch informieren wir Sie über mögliche Risiken, Krankheitsverläufe sowie über moderne Diagnoseverfahren. Ziel ist es, Sie bei wichtigen Entscheidungen – insbesondere im Hinblick auf Ihre Familienplanung – kompetent zu unterstützen. Die Beratung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten.

Was sind Erbkrankheiten?

Erbkrankheiten entstehen durch Veränderungen im Erbgut (DNA). Dabei können einzelne Gene oder ganze Chromosomen betroffen sein. Aktuell sind über 7.000 genetische Erkrankungen bekannt, von denen viele bereits diagnostisch erfasst werden können. Mit dem medizinischen Fortschritt erweitert sich dieses Spektrum stetig.

Solche Erkrankungen können familiär gehäuft auftreten oder erstmals durch spontane genetische Veränderungen entstehen.

Wann ist eine genetische Beratung empfehlenswert?

Eine Beratung wird unter anderem empfohlen bei:

höherem Alter der Eltern
geplanter invasiver Pränataldiagnostik
Medikamenteneinnahme oder Strahlenbelastung in der Schwangerschaft
wiederholten Fehlgeburten
Verwandtenehen
auffälligen Ultraschall- oder Screening-Ergebnissen
bestimmten mütterlichen Erkrankungen
familiärem Verdacht auf genetische Erkrankungen
geplanter künstlicher Befruchtung
allgemeinen Fragen zur vorgeburtlichen Diagnostik

Die Kosten werden in der Regel von gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Bei der sogenannten Nackentransparenzmessung wird mithilfe einer Ultraschalluntersuchung die Flüssigkeitsansammlung unter der Nackenhaut des ungeborenen Kindes gemessen. Diese Untersuchung findet in der Regel zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche statt (Selbstzahler-Leistung). Bei Babys mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist diese Nackenfalte häufig verdickt. Eine unauffällige Messung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass keine Chromosomenstörung vorliegt.

Die Nackenfaltenmessung kann Hinweise darauf geben, ob möglicherweise eine genetische Erkrankung wie Trisomie 21 oder Trisomie 18 besteht. Es handelt sich dabei um einen reinen Screening-Test, der lediglich das individuelle Risiko abschätzt und keine sichere Diagnose ermöglicht.

Zusätzlich wird die Untersuchung meist mit einer Blutuntersuchung der Mutter (PAPP-A und ß-HCG) kombiniert. Durch diese Kombination kann die Aussagekraft auf bis zu 94 % erhöht werden.

Eine eindeutige Diagnose ist jedoch nur durch weiterführende Untersuchungen wie die Chorionzottenbiopsie (CVS) oder eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) möglich. Auch nach der Nackentransparenzmessung besteht daher keine hundertprozentige Sicherheit. Die Ergebnisse können Ihnen jedoch helfen zu entscheiden, ob weitere diagnostische Tests sinnvoll sind.

Nach der 14. Schwangerschaftswoche bildet sich die Flüssigkeitsansammlung bei allen Babys in der Regel zurück. Die Untersuchung ist für Mutter und Kind risikofrei und mit keiner zusätzlichen Belastung verbunden.

Bei Bedarf können ergänzende Untersuchungen, beispielsweise beim Partner, empfohlen werden.

Bestimmung des Alpha-1-Fetoproteins (AFP-Sreening)

Die Messung des Alpha-1-Fetoproteins (AFP) dient dem Screening auf Fehlbildungen des zentralen Nervensystems beim ungeborenen Kind, insbesondere auf offene Neuralrohrdefekte wie den „offenen Rücken“.

Ein dauerhaft erhöhter AFP-Wert kann auf einen solchen Defekt hinweisen. In etwa 30 % der Fälle entstehen erhöhte Werte jedoch durch eine ungenaue Bestimmung des Schwangerschaftsalters. Die Untersuchung wird auf Wunsch der Schwangeren zwischen der 16. und 21. Schwangerschaftswoche durchgeführt, wenn keine Fruchtwasseruntersuchung geplant ist.

Neuralrohrdefekte gehören mit einer Häufigkeit von etwa 1 bis 2 pro 1.000 Neugeborene zu den häufigsten Fehlbildungen des zentralen Nervensystems. AFP wird vom Feten zunächst im Dottersack und später in der Leber gebildet und gelangt über das Fruchtwasser in den mütterlichen Blutkreislauf.

In einer normalen Schwangerschaft steigt der AFP-Wert im mütterlichen Blut bis zur 32. Schwangerschaftswoche an und sinkt anschließend wieder. Im Fruchtwasser nimmt der Wert zwischen der 16. und 22. Woche ab.

Während geschlossene Fehlbildungen meist keine Erhöhung verursachen, können andere schwere Fehlbildungen ebenfalls zu erhöhten AFP-Werten führen.

Der Triple-Test ist eine Blutuntersuchung bei Schwangeren, die in der Regel zwischen der 16. und 17. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Dabei werden drei wichtige Hormonwerte im mütterlichen Blut bestimmt:

  • Alpha-Fetoprotein (AFP)

  • Freies Estriol (E3)

  • Beta-Choriongonadotropin (β-HCG)

Ziel des Triple-Tests ist es, das individuelle Risiko für bestimmte Fehlbildungen oder Chromosomenstörungen einzuschätzen. Er dient insbesondere als Entscheidungshilfe, wenn Unsicherheit darüber besteht, ob eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) durchgeführt werden soll.

Auf Grundlage der gemessenen Werte und unter Berücksichtigung des genauen Schwangerschaftsalters kann berechnet werden, ob ein erhöhtes Risiko für das Down-Syndrom (Trisomie 21) oder für eine Spina bifida („offener Rücken“) besteht.

Der Triple-Test liefert keine sichere Diagnose, sondern unterstützt die weitere Planung durch eine statistische Risikoabschätzung.

Für das Screening auf offene Neuralrohrdefekte wird die AFP-Bestimmung im mütterlichen Blut zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche empfohlen.

je nach Befund können weitere invasive Abklärungdiagnostik wie zum Beispiel Chorionzottenbiopsie (Gewebe aus dem Mutterkuchen),Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) oder Nabelschnurblutentnahme erfolderlich bzw. zu empfohlen sein. (Chordozentese),

Invasive diagnostische Verfahren kommen zum Einsatz, wenn nichtinvasive Untersuchungen auffällige Befunde zeigen oder eine sichere Abklärung erforderlich ist. Sie ermöglichen eine direkte Analyse kindlicher Zellen oder des fetalen Blutes und liefern eine verlässliche Diagnose. Zu den gängigen Verfahren zählen die Chorionzottenbiopsie, bei der Gewebe aus dem Mutterkuchen entnommen wird, die Fruchtwasseruntersuchung mit Analyse fetaler Zellen aus dem Fruchtwasser sowie die Nabelschnurblutentnahme. Diese Untersuchungen erfolgen unter Ultraschallkontrolle und werden individuell nach medizinischer Indikation empfohlen. Vor jeder invasiven Diagnostik findet eine ausführliche ärztliche Beratung zu Nutzen, Aussagekraft und möglichen Risiken statt.

Das Wochenbett umfasst die ersten Wochen nach der Geburt und ist eine wichtige Phase der körperlichen und seelischen Rückbildung. In dieser Zeit bilden sich Gebärmutter und Geburtswege zurück, hormonelle Umstellungen finden statt und der Körper passt sich an die neue Situation an. Frühzeitige Nachuntersuchungen dienen der Kontrolle der Rückbildung der Gebärmutter, der Beurteilung von Geburtsverletzungen oder Kaiserschnittnarben sowie dem Ausschluss von Infektionen oder Blutungsstörungen. Eine weitere Kontrolle erfolgt in der Regel sechs bis acht Wochen nach der Geburt. Auch Fragen zu Blutungen, Zyklus, Verhütung und dem allgemeinen Befinden finden hier Raum und werden individuell besprochen.

Stillen ist ein natürlicher Prozess, der jedoch nicht immer problemlos verläuft. Eine fachkundige Stillberatung unterstützt bei Startschwierigkeiten, Schmerzen, Milchstau oder Entzündungen der Brust. Ziel ist es, eine sichere Stilltechnik zu fördern, die Brustgesundheit zu erhalten und das Wohl von Mutter und Kind zu unterstützen. Auch bei Fragen zur Milchbildung, zum Abstillen oder zu alternativen Ernährungsformen bietet die Stillberatung Orientierung. Die Beratung erfolgt individuell, lösungsorientiert und unter Berücksichtigung der persönlichen Situation, damit Stillen als positive und entspannte Erfahrung erlebt werden kann.

Gesunde Schwangerschaft gemeinsam gestalten

Eine gesunde Schwangerschaft entsteht durch gute Vorsorge, klare Absprachen und deinen aktiven Beitrag. Das sind die wichtigsten Punkte, kompakt zusammengefasst:

  • Regelmäßige Vorsorge

    Termine alle vier Wochen, ab 30+0 SSW alle zwei Wochen.

  • Ausgewogene Ernährung

    Viel Gemüse und Obst, Fleisch und Fisch in Maßen. Kein rohes oder nicht durchgegartes Fleisch oder Fisch. Rohkost gründlich waschen.

  • Keine Rohmilchprodukte

    Gefahr durch Listerien. Nutze pasteurisierte Milch, zum Beispiel H-Milch. Hinweise findest du auf dem Etikett oder an der Käsetheke.

  • Verzicht auf Schadstoffe

    Rauchen, Alkohol und Drogen können schwere Schäden beim Kind verursachen, inklusive Frühgeburt und Entwicklungsstörungen.

  • Erkrankungen und Medikamente klären

    Bestehende Erkrankungen und regelmäßige Medikamente frühzeitig besprechen. Medikamente niemals eigenständig absetzen. Auch familiäre Erbkrankheiten gehören ins Gespräch

  • Folsäure einnehmen

    Idealerweise schon bei Kinderwunsch. 400 µg täglich. Wichtig für den Verschluss des kindlichen Rückens. Mangel erhöht das Risiko für Spina bifida.

  • Schilddrüse prüfen

    Eine Unterfunktion kann die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.

  • Jodzufuhr sicherstellen

    230–260 µg pro Tag unterstützen die Schilddrüsenfunktion.

  • Impfstatus überprüfen

    Impfungen idealerweise vor der Schwangerschaft auffrischen. Viele Impfungen sind auch während der Schwangerschaft möglich.

  • Hebamme frühzeitig suchen

    für die Betreuung im Wochenbett.

  • Arbeitgeber rechtzeitig informieren

    besonders bei Infektionsrisiken, Chemikalien oder Gefahrstoffen.

Deine Vorteile auf einen Blick

Warum du dich bei uns gut aufgehoben fühlst

  • Persönliche Betreuung

    Zeit für Gespräche und Beratung

  • Erfahrung

    Langjährige Begleitung werdender Mütter

  • Ruhige Atmosphäre

    Für entspannte Vorsorge und gute Entscheidungen